Das Kartell

Jagd auf die Dschungel-Bosse - In Don Winslows neuem Meister-Thriller liefert sich der legendäre Fahnder Art Keller ein mörderisches Duell mit einem mexikanischen Drogenkartell

"Es wird Tote geben, so viel ist sicher. Heute ist der Tag der Toten.“ Mit diesen Sätzen kehrt einer der legendärsten Thrillerhelden der jüngeren Literaturgeschichte ins Kampfgeschehen zurück: Für seinen neuen, mit genialischer Coolness geschriebenen Roman, schickt Don Winslow den amerikanischen Drogenfahnder Art Keller, den viele Leser aus Tage der Toten noch gut kennen, wieder auf die Jagd: „Die Männer haben den typischen Tunnelblick erfahrener Söldner vor dem Einsatz. Der Zwanzig-Mann-Trupp ist aufgeteilt auf zwei MH 60 Blackhawks, die meisten waren früher Seals, Green Berets oder bei der Delta Force – alles Elitesöldner mit Kampferfahrungen in Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia.“


Allerdings befindet sich Art Keller nicht im besten Zustand: Von seiner Exfrau und den Kindern hört der einsame Wolf praktisch nichts mehr, seine eigenwilligen Ermittlungsmethoden haben ihn von den Kollegen isoliert und sogar frühere Freunde sind zu Todfeinden geworden. Einem jener alten Wegbegleiter jagt Art Keller in Das Kartell mit tödlicher Konsequenz nach: Adán Barrera hat das organisierte Verbrechen praktisch neu erfunden. Er ist ein mächtiger Boss unter anderen mächtigen Bossen. Art Keller würde ihm allzu gerne das Handwerk legen. Doch das Geflecht aus Korruption, Gewalt und Seilschaften, das die Narcos geflochten haben, ist dicht, undurchschaubar und brandgefährlich.


Außerdem lassen sich Barrera und die anderen Mafiabosse von einem gewissenlosen Heer brutaler Bodyguards, Söldner und Schlägertrupps bewachen: Die Krieger der Narcos sind
bestens bewaffnet mit Kalaschnikows, Bazookas, Handgranaten und sie wissen, wie man damit umgeht. Sie sind nicht einfach nur Ganoven, sondern Elitesöldner wie Art Kellers Männer –
ausgebildet in den USA, in Fort Benning und anderswo. „Gut möglich, dass da unten Leute auf sie schießen werden, die sie einmal ausgebildet haben“, denkt Art Keller auf dem Flug ins Gefecht. Er ist sich bewusst: Um die Narcos in ihre Grenzen zu weisen, muss jeder seiner Männer bereit sein, über Leichen zu gehen – und das eigene Leben zu lassen.


Barrera hat in Mexiko eine Parallelwelt geschaffen, in der Gerechtigkeit, Ordnung und Moral Fremdwörter sind; in der nur zählt, wer eiskalt und ohne jeden Skrupel Deals abschließt und mordet. Eine Welt, in der allenfalls Blutverwandtschaft eine gewisse Sicherheit vor mörderischen Hinterhalten darstellt. Recht und Gesetz gelten jeden Tag weniger und selbst die mutigsten Journalisten, die unbeugsamsten Politiker, die aufrechtesten Polizisten knicken vor Angst ein – oder sie werden grausam umgebracht oder in Korruption verwickelt.

Für seinen ehemaligen Freund Barrera empfindet Art Keller nur noch Hass. Barreras grenzenlose Gier nach Reichtum und seine Grausamkeit stoßen ihn ab. Und so läuft am Ende alles auf ein grandioses Duell heraus – Art Keller gegen Adán Barrera, Gut gegen Böse. Das Erschreckendste an Don Winslows Meisterwerk aber ist vor allem eines: Die Geschichte, die er erzählt, könnte genau so auch in Wirklichkeit passiert sein.


Don Winslow
Das Kartell
978-3-426-30429-7
832 Seiten
16,99 Euro
Droemer


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