Diebe und Vampire

Tinte ist dicker als Blut


Am Strand in Mexiko lernen sie sich kennen – und treffen sich später in San Francisco wieder: Alice, eine etwas orientierungslose junge deutsche Studentin, die mit ihrem verheirateten
Geliebten Urlaub macht. Und die dreißig Jahre ältere Amerikanerin, die Alice insgeheim „die Meisterin“ nennt. Denn sie ist alles, was Alice gerne wäre. Elegant. Selbstbewusst. Souverän im Umgang mit Männern. Vor allem aber ist sie eine Schriftstellerin. Um der Meisterin aufzufallen, muss sich Alice etwas einfallen lassen. Eine Geschichte zum Beispiel. Und es funktioniert. Aber
ganz anders, als Alice sich das in ihrer Fantasie ausgemalt hat. Dabei hat die Meisterin sie höchstpersönlich von Anfang an gewarnt: Schriftsteller saugen dich aus, sie sind nichts als Diebe und Vampire. In ihrem neuen, berührenden Roman erzählt die Bestsellerautorin und Filmemacherin Doris Dörrie von den Vorbildern, die wir selbst wählen – und was das Leben aus ihnen und uns macht.

 

Autorenportrait

Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen. "Männer", ihr dritter Kinofilm, wurde ein Welterfolg. Parallel zu ihrer Filmarbeit (zuletzt der Dokumentarfilm "Dieses schöne Scheißleben" über weibliche Mariachi in Mexiko, 2014) veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Seit einigen Jahren hat sich Doris Dörrie auch als Opernregisseurin einen Namen gemacht. Sie lebt in München.


Doris Dörrie
Diebe und Vampire
978-3-257-06918-1
224 Seiten
21,90 Euro
Diogenes